Jacqueline Aßbichler ist eine deutsche Juristin und Vorsitzende Richterin am Landgericht Traunstein, die durch den sogenannten Eiskeller-Prozess bundesweit bekannt wurde. Während des ersten Verfahrens gegen Sebastian T. führte sie als Vorsitzende Richterin die 2. Jugendkammer des Landgerichts Traunstein. Ihre juristische Laufbahn begann jedoch bereits viele Jahre zuvor und umfasst Stationen bei der Staatsanwaltschaft sowie an verschiedenen bayerischen Gerichten. Heute arbeitet Aßbichler weiterhin als Richterin in Traunstein und ist darüber hinaus kommunalpolitisch sowie gemeinsam mit ihrem Sohn unternehmerisch aktiv.
Jacqueline Aßbichler – wer ist die Richterin?
Jacqueline Aßbichler ist eine deutsche Juristin und Vorsitzende Richterin am Landgericht Traunstein. Einer größeren Öffentlichkeit wurde ihr Name vor allem durch ihre Rolle im sogenannten Eiskeller-Prozess bekannt, in dem sie den Vorsitz der 2. Jugendkammer führte. Das Verfahren um den Tod der Studentin Hanna W. begann 2023 und endete zunächst mit einer Verurteilung. Später hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf, woraufhin der Fall vor einer anderen Jugendkammer neu verhandelt wurde.
Ihre juristische Laufbahn begann jedoch viele Jahre vor diesem Verfahren. Aßbichler arbeitete zunächst als Staatsanwältin und später als Richterin an mehreren bayerischen Gerichten. Heute ist sie weiterhin am Landgericht Traunstein tätig, allerdings in einem anderen Aufgabenbereich als während des Eiskeller-Prozesses. Der Geschäftsverteilungsplan für 2026 führt sie als Vorsitzende der 4. Zivilkammer.
Jacqueline Aßbichler im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Name | Jacqueline Aßbichler |
| Geburtsjahr | 1968 |
| Beruf | Juristin, Vorsitzende Richterin |
| Ausbildung | Rechtswissenschaften an der LMU München |
| Frühere Station | Staatsanwaltschaft München II |
| Weitere Gerichte | Amtsgericht Rosenheim, Landgericht München I |
| Landgericht Traunstein | seit Februar 2019 |
| Bekannter Fall | Eiskeller-Prozess |
| Aufgabe 2026 | Vorsitzende der 4. Zivilkammer |
| Wohnort/Region | Stephanskirchen wird öffentlich mit ihr verbunden |
| Sohn | Vincent Aßbichler öffentlich dokumentiert |
| Weiteres Engagement | JaViAs GmbH und Gemeinderat Stephanskirchen |
Wie alt ist Jacqueline Aßbichler?
Jacqueline Aßbichler wurde 1968 geboren. Das ergibt sich unter anderem aus den veröffentlichten Angaben der Gemeinde Stephanskirchen zur Kommunalwahl 2026, in denen sie mit diesem Geburtsjahr und dem Beruf „Richterin“ aufgeführt wird. Ein vollständiges öffentlich bestätigtes Geburtsdatum ist dagegen nicht zuverlässig dokumentiert.
Für das Jahr 2026 ergibt sich daraus ein Alter von 57 oder 58 Jahren, abhängig von ihrem Geburtstag. Eine exakte Altersangabe wäre ohne ein verlässlich bestätigtes Tagesdatum nicht sinnvoll.
Welche Ausbildung hat Jacqueline Aßbichler?
Jacqueline Aßbichler studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend absolvierte sie ihr Referendariat im Raum München und Traunstein.
Der Einstieg in die Justiz erfolgte zunächst bei der Staatsanwaltschaft München II. Dort arbeitete sie von 1995 bis 1999 als Staatsanwältin. Anschließend wechselte sie auf die Richterbank und setzte ihre juristische Laufbahn an verschiedenen Gerichten in Bayern fort.
Diese frühen Stationen sind für das Verständnis ihrer Karriere wichtig, weil ihre Tätigkeit im Eiskeller-Prozess nur einen Abschnitt einer wesentlich längeren juristischen Laufbahn darstellt.
Jacqueline Aßbichlers Karriere in der Justiz
Nach ihrer Zeit bei der Staatsanwaltschaft München II arbeitete Aßbichler ab 2000 am Amtsgericht Rosenheim. Dort war sie über viele Jahre unter anderem in Strafsachen tätig.
Im Februar 2016 folgte der Wechsel zum Landgericht München I, wo sie als Vorsitzende Richterin eingesetzt wurde. Im Januar 2019 endete diese Tätigkeit. Seit Februar 2019 gehört sie dem Landgericht Traunstein an. 2020 übernahm sie dort den Vorsitz der 6. Strafkammer.
Damit verfügt Aßbichler über Erfahrung sowohl im Bereich der Staatsanwaltschaft als auch in verschiedenen richterlichen Funktionen.
Jacqueline Aßbichler und der Eiskeller-Prozess
Bundesweit bekannt wurde Jacqueline Aßbichler durch den sogenannten Eiskeller-Fall. Dabei ging es um den Tod der 23-jährigen Studentin Hanna W. aus Aschau im Chiemgau.
Der erste Prozess gegen Sebastian T. begann am 12. Oktober 2023 vor der 2. Jugendkammer des Landgerichts Traunstein unter dem Vorsitz von Jacqueline Aßbichler. Am 19. März 2024 wurde der Angeklagte wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt.
Die Entscheidung wurde anschließend angefochten. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil mit Beschluss vom 1. April 2025 auf. Im Mittelpunkt stand eine Verfahrensfrage im Zusammenhang mit einem Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin.
Wichtig für die Einordnung: Die Aufhebung durch den BGH war kein Freispruch. Der Fall musste vor einer anderen Jugendkammer erneut verhandelt werden.
Was entschied der zweite Prozess?
Die Neuverhandlung fand vor der 1. Jugendkammer des Landgerichts Traunstein statt und wurde nicht von Jacqueline Aßbichler geleitet.
Am 25. November 2025 sprach die Kammer Sebastian T. frei. Das Gericht erklärte, es habe sich aufgrund der Beweisaufnahme nicht davon überzeugen können, dass der Angeklagte für den Tod von Hanna W. verantwortlich war. Gegen den Freispruch wurden keine Rechtsmittel eingelegt; das Urteil wurde damit rechtskräftig.
Für einen aktuellen Artikel über Jacqueline Aßbichler sollten daher die beiden Verfahren klar getrennt werden: Das erste Verfahren stand unter ihrem Vorsitz und endete mit einer Verurteilung, während der spätere zweite Prozess vor einer anderen Kammer mit einem rechtskräftigen Freispruch endete.
Warum wurde das erste Urteil aufgehoben?
Der Bundesgerichtshof befasste sich unter anderem mit einem Ablehnungsgesuch wegen der Besorgnis der Befangenheit. Hintergrund waren Kontakte zwischen der Vorsitzenden und einem Vertreter der Staatsanwaltschaft außerhalb der Hauptverhandlung, bei denen Fragen des Verfahrens erörtert worden waren. Der BGH sah die Voraussetzungen für die Zurückweisung des entsprechenden Ablehnungsantrags nicht als gegeben an und hob deshalb das Urteil auf.
Dabei ist die juristische Unterscheidung wichtig: Eine Entscheidung über die Besorgnis der Befangenheit ist nicht automatisch die Feststellung einer tatsächlich persönlichen Voreingenommenheit. Für die rechtliche Bewertung kommt es auf die Umstände an, die Zweifel an der erforderlichen Unparteilichkeit begründen können.
Was macht Jacqueline Aßbichler heute?
Wer nach „Jacqueline Aßbichler heute“ sucht, findet häufig ältere Berichte, die ausschließlich ihre Tätigkeit im Eiskeller-Verfahren beschreiben. Für 2026 ist jedoch ein anderer Aufgabenbereich dokumentiert.
Der Geschäftsverteilungsplan des Landgerichts Traunstein für 2026 führt Jacqueline Aßbichler als Vorsitzende der 4. Zivilkammer. Damit ist ihre aktuelle Funktion von ihrer früheren Tätigkeit in der Jugend- und Strafgerichtsbarkeit zu unterscheiden.
Aus der veröffentlichten Geschäftsverteilung lässt sich kein besonderer Grund für diesen Wechsel ableiten. Entsprechend wäre es nicht seriös, einen Zusammenhang mit dem Eiskeller-Verfahren zu behaupten.
Jacqueline Aßbichler und Stephanskirchen
Neben ihrer juristischen Tätigkeit ist Jacqueline Aßbichler auch kommunalpolitisch in Stephanskirchen aktiv. Die Gemeinde führt sie bei den Kommunalwahlergebnissen 2026 als Gemeinderätin und Richterin mit dem Geburtsjahr 1968.
Die kommunale Tätigkeit ist von ihrer richterlichen Arbeit rechtlich und organisatorisch zu unterscheiden. In einem Porträt über ihre Laufbahn werden beide Bereiche – Justiz und kommunales Engagement – separat dargestellt.
Jacqueline Aßbichler und die JaViAs GmbH
Eine ungewöhnliche Ergänzung zu ihrer juristischen Laufbahn ist die Verbindung zum Unternehmen JaViAs GmbH. Gemeinsam mit ihrem Sohn Vincent Aßbichler entwickelte Jacqueline Aßbichler ein mechanisches Schutzsystem gegen den Buchsbaumzünsler.
Die Idee entstand nach einem Schädlingsbefall im eigenen Garten. Das entwickelte System verwendet ein mechanisches Netz mit Spikes, das die Eiablage des Buchsbaumzünslers verhindern soll. Für diese Entwicklung erhielt JaViAs beim MEGGLE-Gründerpreis 2024 den dritten Platz.
Das Projekt zeigt eine ganz andere Seite der Juristin, die in der öffentlichen Wahrnehmung sonst vor allem mit Gerichtsverfahren verbunden wird.
Jacqueline Aßbichler und ihr Sohn Vincent
Vincent Aßbichler ist öffentlich im Zusammenhang mit dem gemeinsamen JaViAs-Projekt dokumentiert. Bei der Kommunalwahl 2026 wird er ebenfalls in der Liste der Kandidaten für Stephanskirchen geführt; dort wird er als Jurist mit dem Geburtsjahr 1999 ausgewiesen.
Weitere private Informationen über die Familie sollten allerdings nicht über das hinausgehen, was öffentlich und eindeutig belegt ist. Gerade bei einer Richterin steht die berufliche Tätigkeit deutlich stärker im Vordergrund als persönliche Details.
Hat Jacqueline Aßbichler einen Ehemann?
Über einen Ehemann beziehungsweise aktuellen Partner von Jacqueline Aßbichler sind keine ausreichend belastbaren aktuellen Angaben öffentlich dokumentiert. Seriöse Quellen konzentrieren sich überwiegend auf ihre juristische Karriere, ihre kommunale Tätigkeit und das JaViAs-Projekt.
Deshalb sollten Namen, Hochzeitsdaten oder andere persönliche Behauptungen aus weniger verlässlichen Internetquellen nicht ohne eindeutige Bestätigung übernommen werden.
Hat Jacqueline Aßbichler Kinder?
Öffentlich dokumentiert ist mindestens ein Sohn, Vincent Aßbichler, mit dem sie das JaViAs-Projekt aufgebaut hat.
Über weitere Kinder oder private Familiendetails liegen keine ausreichend belastbaren aktuellen Informationen vor. Eine genaue Kinderzahl sollte deshalb nicht ohne entsprechende Quelle genannt werden.
Jacqueline Aßbichler als Erfinderin
Dass eine Richterin gleichzeitig als Erfinderin eines Gartenschutzsystems in Erscheinung tritt, ist ungewöhnlich. Bei JaViAs entwickelte Aßbichler gemeinsam mit ihrem Sohn ein Konzept, das den Buchsbaumzünsler ohne den Einsatz klassischer Pflanzenschutzmittel vom Buchsbaum fernhalten soll.
Die JaViAs GmbH wurde mit dieser Entwicklung beim MEGGLE-Gründerpreis 2024 ausgezeichnet. Das Projekt gehört damit zu den wenigen öffentlich dokumentierten unternehmerischen Aktivitäten, die mit ihrem Namen verbunden sind.
Jacqueline Aßbichler heute: Beruf und öffentliches Profil
Das öffentliche Profil von Jacqueline Aßbichler wird heute von mehreren Bereichen geprägt. Einerseits arbeitet sie weiterhin als Vorsitzende Richterin am Landgericht Traunstein. Andererseits ist sie kommunalpolitisch in Stephanskirchen aktiv und tritt gemeinsam mit ihrem Sohn als Mitgründerin eines Unternehmens auf.
Besonders wichtig für aktuelle Suchanfragen ist die zeitliche Einordnung: Ihre heutige Position am Landgericht ist nicht mehr diejenige, die sie während des ersten Eiskeller-Prozesses innehatte. Der Geschäftsverteilungsplan 2026 nennt sie als Vorsitzende der 4. Zivilkammer.
Häufige Fragen zu Jacqueline Aßbichler
Wer ist Jacqueline Aßbichler?
Jacqueline Aßbichler ist eine deutsche Juristin und Vorsitzende Richterin am Landgericht Traunstein. Bekannt wurde sie bundesweit vor allem durch ihre Rolle im ersten Eiskeller-Prozess.
Wie alt ist Jacqueline Aßbichler?
Sie wurde 1968 geboren. Ein öffentlich eindeutig bestätigtes vollständiges Geburtsdatum ist nicht bekannt. Im Jahr 2026 ist sie daher 57 oder 58 Jahre alt.
Was macht Jacqueline Aßbichler heute?
2026 ist sie laut der veröffentlichten Geschäftsverteilung Vorsitzende der 4. Zivilkammer am Landgericht Traunstein.
Welche Rolle hatte sie im Eiskeller-Prozess?
Sie führte als Vorsitzende der 2. Jugendkammer den ersten Prozess gegen Sebastian T., der 2024 mit einer Verurteilung endete.
Wurde das Urteil im Eiskeller-Prozess aufgehoben?
Ja. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil am 1. April 2025 auf und verwies den Fall zur neuen Verhandlung an eine andere Jugendkammer.
Wie endete die Neuverhandlung?
Die 1. Jugendkammer des Landgerichts Traunstein sprach Sebastian T. am 25. November 2025 frei. Der Freispruch ist rechtskräftig.
Hat Jacqueline Aßbichler Kinder?
Öffentlich dokumentiert ist ihr Sohn Vincent Aßbichler. Beide sind im Zusammenhang mit dem JaViAs-Projekt gemeinsam in Erscheinung getreten.
Fazit: Jacqueline Aßbichler zwischen Justiz, Öffentlichkeit und Unternehmertum
Jacqueline Aßbichler verfügt über eine lange juristische Laufbahn, die sie von der Staatsanwaltschaft München II über das Amtsgericht Rosenheim und das Landgericht München I bis nach Traunstein führte. Überregional bekannt wurde sie durch den ersten Eiskeller-Prozess um den Tod von Hanna W.
Die weitere Entwicklung des Falls ist für ihre Biografie besonders relevant: Das unter ihrem Vorsitz ergangene Urteil von 2024 wurde 2025 durch den Bundesgerichtshof aufgehoben. In der anschließenden Neuverhandlung sprach eine andere Kammer den Angeklagten frei; dieser Freispruch wurde rechtskräftig.
Heute ist Jacqueline Aßbichler weiterhin Richterin am Landgericht Traunstein und laut Geschäftsverteilungsplan 2026 Vorsitzende der 4. Zivilkammer. Daneben ist sie in Stephanskirchen als Gemeinderätin tätig und mit ihrem Sohn Vincent an der JaViAs GmbH beteiligt.
Damit umfasst ihr öffentlich dokumentierter Lebenslauf weit mehr als nur ihre Rolle im Eiskeller-Prozess: Er verbindet eine jahrzehntelange Karriere in der bayerischen Justiz mit kommunalem Engagement und einer ungewöhnlichen unternehmerischen Entwicklung.
Aktuelle Blogbeiträge: Mathea Fischer , Christian Eckerlin , Karin Anselm

